1964, 19 Jahre nach Kriegsende, gab es in Breloh-Hornheide immer noch ein Barackenlager als Sammelbecken vieler Vertriebener und Flüchtlinge. Ein Jahr zuvor war ein Barackenräumprogramm angelaufen, in dessen Rahmen zunächst 21 Kleinsiedlungshäuser im heutigen Amsel- und Drosselweg durch die Niedersächsische Heimstätte errichtet werden sollten.
Für die Bewerber um diese Häuser entstand eine Menge neuer Probleme im Umgang mit Behörden, Bauträger und Unternehmern, die der einzelne allein kaum bewältigen konnte. Deshalb beschloss man auf Initiative von Gerhard Niewitetztki, sich zusammenzuschließen. Am 19. April 1964 traf man sich in der Gaststätte Höppner, um eine Zweck- und Interessengemeinschaft zu gründen.
Am 3.Juli 1964 war der denkwürdige Tag, an dem die 21 Heimstätter die Siedlergemeinschaft BIRKENHAIN aus der Taufe hoben. Dem Vorstand saß der Initiator Gerhard Niewitetzki vor, und zwar ununterbrochen, bis er 1980 aus gesundheitlichen Gründen das Amt weitergab. Er war es, der der Gemeinschaft nicht nur Leben eingehaucht hatte, sondern sie auch zur aktivsten in ganzen Kreisgruppe machte. Da man aber mit 21 Mitgliedern seinen Forderungen und Wünschen kaum ausreichend Nachdruck verleihen kann, nahm man mit der Kreisgruppe Soltau im damaligen Deutschen Siedlerbund (heute: Verband Wohneigentum) Verbindung auf und trat diesem bei, dessen Motto "Eigenheim braucht Schutz" genau dem eigenen Wunsch entsprach.
Fünf Jahre später hatte die Gemeinschaft 24 Mitglieder, 1971 waren es bereits 53 und im 15. Jahr bestand sie schon aus 87 Siedlern und Eigenheimern. Als Winfried Przibilla 1980 zum Vorsitzenden gewählt wurde, übernahm er 90 Mitglieder, die bis 1994 auf 104 aufgestockt werden konnten und nach 25 Jahren blickten wir voller Stolz auf 114 Siedlerfreunde und waren damit die mitgliederstärkste Gemeinschaft in der Kreisgruppe Soltau. Die Siedler-gemeinschaft Birkenhain ist 2011 im 47. Jahr immer noch da und - nach der Vereinigung mit der Siedlergemeinschaft Munster mit nun 155 Mitgliedern - die weitaus größte und aktivste Siedlergemeinschaft in der Kreisgruppe Soltau.
Viele Probleme der Mitglieder wurden in all den Jahren in enger Zusammenarbeit mit dem Landesverband in Hannover bewältigt und der Mitgliederkreis hat sich vom Kleinsiedler zum Eigenheimer und Eigentumswohnungsbesitzer erweitert - nicht auf den Kleingärtner, wie aus Unkenntnis oft gesagt wird. Wir hoffen, dass der Aufwärtstrend in der Mitgliederbewegung weiter anhält, denn nur eine starke Gemeinschaft kann unsere Interessen und unseren Geldbeutel gegen Staat und Fiskus schützen und verhindern, dass unser mühsam und unter Verzicht erworbenes Eigentum als weitere Steuer-Einnahmequelle missbraucht wird, zumal es ja mit bereits versteuertem Geld geschaffen oder erworben wurde.